Rettungshunde sind geprüfte und von Behörden anerkannte Hunde, die Polizei und andere Behörden bei der Suche nach vermissten Personen unterstützen. Für Jenni Räike, Ausbildungsleiterin und Gruppenleiterin des Rettungshundevereins West-Uusimaa (LUP), ist die Rettungshundearbeit eine langjährige Leidenschaft.
📦 Die LUP-Mitglieder konnten im Pompa-Lager trainieren
Pompa unterstützt die Arbeit des Rettungshundevereins West-Uusimaa in der Saison 25-26 finanziell und stellt den Hunden der Hobbyisten passende Pompa-Ausrüstung zur Verfügung. Im Oktober stellte Pompa seine große Lagerhalle den LUP-Mitgliedern als Trainingsort zur Verfügung.
Die Übungen des Vereins finden fast immer draußen statt – genau wie echte Suchaktionen, die das ganze Jahr über bei allen Wetterbedingungen stattfinden. Deshalb fühlte sich der Trainingstag im Pompa-Lager besonders an.
„Innenräume sind oft schwer zugänglich. Wir bekamen wertvolles Training, denn Innenräume sind immer eine Herausforderung für die Geruchsbearbeitung“, erzählt Jenni. Dabei waren Hunde unterschiedlicher Erfahrungsstufen: ein paar fertige Einsatzhunde sowie mehrere am Anfang ihrer Karriere. Das Laufen zwischen Kartons bot allen ein passendes, motivierendes Training.
Jenni und der Cocker Spaniel Pöpö
🐶 Pöpö ist ein kleiner, aber temperamentvoller Einsatzhund
Jenni trainiert derzeit mit ihrem fast vierjährigen Cocker Spaniel Pöpö. Pöpö bestand im August die behördliche Prüfung und ist der neueste Einsatzhund des Vereins.
„Pöpö ist klein, aber hartnäckig, unglaublich süß und möchte alles richtig machen. Ein Mädchen mit voller Punktzahl,“ lobt Jenni.
Pöpö ist Jennis dritter Trainingshund, und die vorherigen Hunde haben ihr eine starke Grundlage gegeben: Die Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und in der Hundeausbildung wachsen von Jahr zu Jahr.
Jennis eigener Weg zur Rettungshundearbeit begann zufällig.
„Ich suchte mit meinem damaligen Hund eine neue Beschäftigung mit Geruchstraining und stieß auf einen Zeitungsartikel über Rettungshunde. Ich nahm Kontakt zu Vereinen in der Nähe auf, konnte bei den Trainings des LUP zuschauen – und bin bis heute dabei. Aus dem Spaß an einer Beschäftigung, bei der der Hund schnüffeln darf, ist im Laufe der Zeit etwas mehr geworden.“
Kirsi und der Labrador Retriever Pinna
🦮 Wie kann man in die Rettungshundearbeit einsteigen?
Rettungshundevereine gibt es sowohl unter dem Diensthundeverband als auch unter dem Rettungshundeverband. Beim Diensthundeverband gibt es Prüfungen, die man absolvieren kann, ohne auf Einsätze abzuzielen. Der Rettungshundeverband ist rein für die Rettungshundearbeit geschaffen. In einigen Vereinen kann man mit lockeren Zielen trainieren, aber der von Jenni vertretene LUP konzentriert sich ausschließlich auf die Zusammenarbeit mit Behörden.
„Wenn man irgendwann zu Alarmen mitgehen möchte, muss man auch die eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln. Die Sportart erfordert neben Hundetrainingsfähigkeiten auch Orientierung, Erste-Hilfe-Kenntnisse und die Bereitschaft, sich bei jedem Wetter im Gelände zu bewegen.“
Der Verein nimmt zweimal im Jahr neue Mitglieder über einen Kennenlern-Kurs auf. Im Kurs werden die Anforderungen der Sportart vorgestellt und ein realistisches Bild davon vermittelt, wie die Tätigkeit aussieht und für wen sie geeignet ist.
Anni und der Labrador Retriever Topi
🐾 Training unter allen Bedingungen
Das Trainingsprogramm des Vereins ist vielseitig:
- Wöchentliche Trainings
- Monatliche Alarmübungen
- Spezialübungen und Nachtrainings alle zwei Wochen
- Gemeinsames Training ohne formelle Ausbildung
Außerdem findet viel Training in kleineren Gruppen und im Alltag statt.
Vera und der Cocker Spaniel Elmo
🐕 Welche Art von Hund eignet sich als Rettungshund?
Die Rassenvielfalt ist groß, aber ein paar Grundsachen sind wichtig:
- Der Hund sollte gut trainierbar und sozial sein
- kleine oder sehr große und schwere Hunde können im Gelände auf Herausforderungen stoßen
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Der Hund muss in der Lage sein, trotz Ablenkungen zu arbeiten
„Ein Hund muss nicht jeden lieben, aber er muss in der Lage sein, sich in der Nähe anderer Hunde und Menschen zu verhalten“, fasst Jenni zusammen.
Elina und der Entlebucher Sennenhund Bennji

